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Mit dem Tod ist nicht alles aus – zum Glück?

Jeder Mensch muß sich nach seinem Tod vor Gott verantworten. Das kann beklemmen, auch wenn Christen die Gewißheit des ewigen Lebens haben.

Die Ev.-Luth. Bekenntnisgemeinschaft Sachsens führte vom 25. bis 26. März in Rathen ihre Jahrestagung unter dem Thema „…und ihr habt mich besucht“ durch.

Pfr. i. R. Nikolaus Krause, ehemaliger Klinikseelsorger aus Dresden, sprach am Freitag über seine Erfahrungen am Kranken- und Sterbebett. Dabei verwies er immer wieder auf den großen Schatz, den Christen in den Versen der Bibel und den Lieder des Gesangbuchs haben, besonders auf das Vermächtnis Paul Gerhardts, zum Beispiel in den Strophen zum Sterben und zur Ewigkeit in seinen Liedern. Aus seiner Erfahrung sagte Krause, daß es nichts besseres gebe, als das richtige Wort aus der Schrift zur richtigen Zeit. Er sieht auch das Problem, daß viele dieser Texte heute schwer verständlich sind und sagt: „Wir werden zwar nicht immer verstanden mit unseren Strukturen (Gesängen usw.), aber wir müssen sie nicht vorenthalten. Wir haben die Pflicht, mit ihnen hermeneutisch umzugehen, also zwischen Text und Situation zu vermitteln, indem wir den Text neu auslegen und damit evtl. die Situation verändert wird.“

Der Physiker Ekkehart Reinhold aus Langebrück bei Dresden referierte am Samstag über Tod und Ewigkeit in der Bibel. Er sieht zwei Meinungen in der Gesellschaft. Die einen sagen „Wir kommen alle in den Himmel“ und die anderen „Mit dem Tod ist alles aus“. Nach Hebr. 9,27 ist es das nicht. (Es ist dem Menschen bestimmt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht.) Der Vers bedeutet nach Reihold: „Der Mensch darf mit dem Tode nicht erlöschen, er muß vor das Angesicht Gottes treten und sich verantworten.“ Diese „unausweichliche Rechenschaftslegungen“ wird nach Off. 6, 15-17 „vom Menschen unangenehmer empfunden als ein Verschüttetwerden und Ausgelöschtsein“. Reinhold sprach neben dem physischen Tod auch von dem geistlichen Tod, der Gottesferne (Eph. 2,1). Der Glaubende allerdings „steht nicht mehr unter der Versklavung der Sünde, unter der Herrschaft des Tode, sondern untrennbar unter der Herrschaft des Siegers über den Tod, des Auferstandenen, obwohl er noch Sünder ist.“ (Röm. 8) Ihm ist durch Gott ein neues Leben geschenkt.

Der Studienassistent des Theokreises Leipzig, Andreas Ohle, stellte außerdem die Arbeit des Theokreises vor. Der Theokreis begann vor fünf Jahren neu als Initiative von Theologiestudenten. Er bietet zum einen studienorganisatorische Hilfe an, zum anderen Referentenabende und Lektürekurse. So gibt es Kurse, besonders für Studienanfänger, zu den Hauptschriften Luthers – aber auch Bibellektürekurse. Dazu Ohle: „Unser Studienalltag wird von einer rein theologisch-wissenschaftlichen Betrachtung der Bibel geprägt. Demgegenüber bestand hier die Möglichkeit zur persönlichen Begegnung mit der Heiligen Schrift und zum Austausch mit Glaubensgeschwistern in einem vertrauten Umfeld.“ Der Theokreis Leipzig und die Ev.-Luth. Bekenntisgemeinschaft Sachsens werden auf dem Markt der Möglichkeiten beim 33. DEKT in Dresden mit einem Gemeinschaftsstand vertreten sein.

Hier lesen Sie das Referat von Pfr. i. R. Nikolaus Krause zu seinen Erfahrungen am Kranken- und Sterbebett.
Und hier das Referat von Ekkehart Reinhold zu Tod und Ewigkeit in der Bibel.